Zwei Tage Hackathon mit vielen neuen Ideen, selbst anpacken und Networking

Im Rahmen des BayFiD 2.0 Hackathons waren wir zwei Tage lang bei Siemens zu Gast. Unsere Talente diskutierten mit erfahrenen Führungskräften, tauchten in Design Thinking ein und entwickelten anschließend in Teams eigene KI-gestützte Produktideen. Dabei wurde schnell klar, dass die Zukunft nicht durch Zuschauen entsteht, sondern durchs Machen.

Welche Fähigkeiten brauchen wir wirklich für die Zukunft?

Der erste Tag startete mit einer Panel-Diskussion, die unbequeme Fragen stellte. Im Zentrum stand eine Herausforderung, die Unternehmen und junge Talente gleichermaßen bewegt: Welche Fähigkeiten brauchen wir für eine Zukunft, die heute noch niemand vollständig kennt?

BayFiD Patin Dr. Barbara Ofstad, Head of Siemens Professional Education Germany, machte deutlich, worauf es künftig wirklich ankommt. Im Fokus standen sogenannte Foundational Skills wie Lernfähigkeit, Resilienz, Anpassungsfähigkeit, Kreativität und Mut. Mit diesen Fähigkeiten bleiben unsere Talente auch in unsicheren Zeiten handlungsfähig.

Auch Clarissa Bartmann, Head of Transformation Office Smart Infrastructure Buildings bei Siemens, brachte eine klare Botschaft aus der Führungsperspektive mit:

“Veränderungsbereitschaft und Ehrlichkeit als Führungskraft schaffen Vertrauen im Team.”

Ein Satz, der zeigt, wie stark authentische Führung Teams prägen kann.

Petra Feeder, Head of Smart Infrastructure Operation München bei Siemens, setzte ebenfalls ein starkes Zeichen:

„Wir müssen nicht männlicher werden, sondern menschlicher.“

 

Design Thinking: Zuhören als Superkraft

Anschließend bekamen unsere Talente einen praxisnahen Impuls zum Thema Design Thinking. Monalisa Heng, Project Managerin im Chief Strategy and Technology Office bei Siemens, zeigte, warum erfolgreiche Innovation immer beim Menschen beginnt.

Das Kernprinzip klingt simpel, ist aber ein Perspektivwechsel, der von vielen noch zu selten genutzt wird. Es geht nicht darum, Menschen davon zu überzeugen, unsere Produkte zu kaufen. Es geht darum, Dinge zu bauen, die Menschen wirklich wollen. Aber dafür braucht es vor allem eines und das ist Zuhören. Nur wer die Bedürfnisse seiner Zielgruppe versteht, entwickelt Lösungen, die reale Probleme lösen und langfristig relevant bleiben.

 

Vom Denken ins Handeln

Nach inspirierenden Pitch- und Design-Thinking-Impulsen ging es direkt weiter in den praktischen Teil. Denn gute Ideen entfalten ihren Wert erst dann, wenn Menschen den Mut haben, sie umzusetzen.

Genau das passierte im anschließenden Hackathon.

Die Aufgabe: Ein KI-gestütztes Produktkonzept auf Basis von Building-X-Daten entwickeln, das nachhaltigere Entscheidungen im Gebäudebetrieb ermöglicht – mit messbaren Impact auf Energie, Emissionen oder Kosten.

Die Teams arbeiteten sich in kürzester Zeit in neue Themenfelder ein, entwickelten Geschäftsmodelle und trafen Entscheidungen unter Zeitdruck. Dabei erlebten sie ganz konkret, was Lernfähigkeit, Resilienz und Mut in der Praxis bedeuten. Es war fast wie ein Sprung ins kalte Wasser, bei dem unsere Talente plötzlich bemerken, dass sie schwimmen können.

 

Zehn Ideen und eine starke Erkenntnis

Aus nur 6 Stunden intensiver Zusammenarbeit entstanden zehn Konzepte, die die Teams auf der Bühne präsentierten. Jedes Geschäftsmodell bestand aus konkreten Zahlen zur Energie- oder Kosteneinsparung. Die Jury, bestehend aus den Siemens-Expertinnen Carina Weigerding, Dr. Barbara Oftstad und Petra Feeder, wählte die überzeugendsten Lösungen unserer Talente aus.

Besonders überzeugte die Gewinner-Idee: ein autonomes Spa auf Basis von Building X und eines Autonomous Digital Twins. Das Team, bestehend aus Elisa Pöppel, Julia Geiger, Laura Grieshammer, Alina Hansen, Nadja Sauter und Katharina Hattler zeigte, wie Hotels ihren Wellness-Bereich deutlich energieeffizienter steuern können. Denn gerade Schwimmbecken, Saunen und Spa-Bereiche verbrauchen enorme Mengen an Energie und das oft unabhängig davon, wie stark sie tatsächlich genutzt werden.

Die Lösung nutzt bereits vorhandene Gebäudedaten, um Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Temperatur oder Auslastung in Echtzeit zu analysieren. Auf dieser Grundlage passt das System den Energieverbrauch automatisch an die tatsächliche Nutzung an. So entsteht ein intelligenter Wellness-Bereich, der Ressourcen spart, Kosten senkt und nachhaltiger arbeitet.

Doch der wichtigste Erfolg des Hackathons ließ sich nicht auf Folien oder Punktzahlen reduzieren.

Die Talente erlebten, dass Innovation nicht auf Perfektion wartet. Dass niemand alles wissen muss, bevor er beginnt. Und dass Neugier, Offenheit und gemeinsames Lernen längst keine „Soft Skills“ mehr sind, sondern entscheidende Zukunftskompetenzen.

Die zwei Tage beim Siemens-Hackathon haben eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und Menschen den Mut haben, einfach loszulegen.

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