Einblicke

Wie fühlt sich gute Führung an – jenseits von Theorie, Buzzwords und PowerPoint?

Beim Besuch der BayFiD Talente bei der Versicherungskammer Bayern (VKB) ging es genau darum: Leadership nicht nur zu verstehen, sondern zu erleben. Direkt im Austausch, in Gesprächen und Formaten, die zum Mitdenken und Mitmachen einladen.

Der Moment, der hängen bleibt

Es sind oft nicht die großen Präsentationen, die wirken. Sondern die ehrlichen Antworten.

Im Gespräch mit unserer BayFiD Patin Isabel Martorell Naßl und Dr. Katja Gerke, Mitglied des Vorstands der VKB, wurde schnell klar: Führung hat weniger mit Perfektion zu tun – und mehr mit Haltung.

  • Mit Mut, Entscheidungen zu treffen.
  • Mit der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
  • Und mit dem Bewusstsein, dass Entwicklung aktiv gestaltet werden muss.

Ein Satz blieb besonders im Raum:
Karriere passiert nicht, sie wird gemacht.

Was Leadership wirklich ausmacht

Im Laufe des Tages haben sich drei zentrale Perspektiven herauskristallisiert:

  1. Du musst nicht warten
    Wer wachsen will, muss selbst losgehen. Chancen kommen selten perfekt vorbereitet – aber sie entstehen, wenn man sie nutzt.
  2. Beziehungen sind kein „Soft Skill“
    Vertrauen ist die Grundlage für alles: Zusammenarbeit, Feedback, Weiterentwicklung. Formate wie der „Seelen Kaffee“ ☕ zeigen, wie wichtig Räume sind, in denen echte Gespräche stattfinden können.
  3. Klarheit ist Stärke
    Ja sagen zu Möglichkeiten – und gleichzeitig Nein sagen können. Gute Führung bedeutet auch, Grenzen zu setzen und Prioritäten bewusst zu wählen.

Ein Unternehmen zum Anfassen

Der Tag bei der VKB war kein klassischer Besuch, sondern ein Perspektivwechsel.

In interaktiven Formaten konnten die Talente tief eintauchen:
in Prozesse, Denkweisen und konkrete Herausforderungen eines großen Unternehmens.

Dabei ging es beispielsweise darum, die eigenen Stärken zu erkennen und sich selbstbewusst auf Stellenausschreibungen zu bewerben, selbst wenn nicht jede Kompetenz erfüllt ist.

Gemeinsam diskutierten die Teilnehmenden außerdem, welche Gesundheitsthemen Frauen heute bewegen und wie innovative Lösungen gefunden werden können.

Mal kreativ, mal analytisch, mal ganz praktisch.

Ob beim Entwickeln von Social-Media-Ideen, beim Anwenden von Design Thinking oder beim kritischen Blick auf Eventkonzepte, es ging immer darum, selbst aktiv zu werden.

Was bleibt?

Nicht nur neue Inhalte.

Sondern vor allem neue Perspektiven.

Der Tag hat gezeigt, dass Leadership kein fertiges Konzept ist, sondern ein Prozess. Einer, der im Austausch entsteht, durch Erfahrung wächst und durch Haltung geprägt wird.

Oder anders gesagt:
Führung beginnt dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, für sich selbst und für andere.